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Selbstablehnung, Schuld und Scham

Wenn eine verletzte Identität den Menschen gegen sich selbst richtet

Beschreibung

Kern des Problems

Selbstablehnung entwickelt sich, wenn eine Verletzung oder Lüge über die eigene Identität als Wahrheit angenommen wird: „Ich bin unerwünscht“, „Ich bin wertlos“, „Ich verdiene keine Liebe“. Mit der Zeit kann ein Mensch beginnen, sich selbst anzuklagen, herabzusetzen und abzulehnen. Schuld und Scham beziehen sich dann nicht mehr nur auf eine bestimmte Handlung, sondern prägen das Bild der ganzen Person.

Henry W. Wright

Wright und Be in Health beschreiben Lieblosigkeit, Selbstablehnung, Selbsthass, Schuld, Scham und Anklage als miteinander verbundene geistliche Muster. In einigen seiner Krankheitsprofile, besonders im Bereich der Autoimmunerkrankungen, wird der Angriff auf die eigene Identität zu einem wichtigen Glied der Kette. Das bedeutet nicht, dass jede Krankheit denselben Anfang hat; entscheidend ist die ehrliche Prüfung, ob dieses Muster tatsächlich vorhanden ist.

Charles Kraft, Derek Prince und Art Mathias

Kraft konzentriert sich auf die Heilung eines verletzten Selbstbildes und beschreibt den Einfluss von Ablehnung, Verurteilung, Minderwertigkeit und Wertlosigkeit. Prince führt von der Wunde der Ablehnung dahin, Gottes Annahme und die eigene Identität in Christus anzunehmen. Mathias behandelt Selbstvergebung, Schuld, Scham und Lügen über den eigenen Wert. Jeder dieser Autoren behält seinen eigenen Lehrweg.

Don Colbert

Colbert beschreibt Schuld, Verurteilung und ein geringes Selbstwertgefühl im Zusammenhang mit lang anhaltendem Stress und dessen Auswirkungen auf den Körper. Dieser Ansatz macht die körperliche Dimension des inneren Konflikts sichtbar, ohne die geistliche Unterscheidung zu ersetzen.

Mögliche Glieder

  • Ablehnung und das Gefühl, unerwünscht zu sein, können zur Selbstablehnung führen — diesen Weg beschreibt Derek Prince deutlich.
  • Mangel an angemessen gezeigter Liebe und der Druck, Liebe durch Vollkommenheit verdienen zu müssen, können die Überzeugung „Ich bin nicht gut genug“ verfestigen — Wright beschreibt ein solches Muster unter anderem bei Psoriasis.
  • Selbstablehnung, Selbsthass, Schuld und Scham bilden in Wrights Lehre ein verbundenes Profil, das bei einem Teil der Autoimmunerkrankungen vorkommt.

Geistliche Ausrichtung

Der Weg in die Freiheit umfasst, die Wunden der Ablehnung zu Christus zu bringen, Menschen zu vergeben, die verletzt oder abgelehnt haben, Anklage und Selbsthass zurückzuweisen und die Wahrheit über den eigenen Wert und die Identität in ihm anzunehmen. Die Reihenfolge der Glieder darf nicht automatisch ergänzt werden; sie wird im Gebet und im Licht der konkreten Lebensgeschichte erkannt.