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Narzissmus — Nelson Schuman

Seelische Wunden, der Einfluss von Isebel und Leviathan und der Weg zur Befreiung

Beschreibung

Nelson Schuman, Gründer des Dienstes Restored To Freedom, beschreibt Narzissmus als geistliche Gebundenheit, die durch seelische Wunden, Unvergebenheit und Stolz aufrechterhalten wird. Seine geistlichen Wurzeln verbindet er mit dem Wirken von Isebel und Leviathan. Er verweist auf Offenbarung 2,18–23, Hiob 41 und die Beschreibung selbstliebender Menschen in 2. Timotheus 3,1–9. Besonders hebt er hervor, dass Menschen einen Schein von Frömmigkeit aufrechterhalten und zugleich anderen Leid zufügen können.

Der von ihm beschriebene Mechanismus beginnt häufig mit Erfahrungen von Ablehnung, Demütigung, Gewalt oder Ausbeutung in der Kindheit. Ein Mensch fühlt sich gegenüber den Personen, von denen er abhängig ist, ungeschützt und machtlos. Nach Schuman werden Verletzungen, die nicht vergeben wurden, zu einem Ansatzpunkt für dämonische Einwirkung auf die Gedanken. Das wiederholte Erinnern an erlittenes Unrecht hält die Überzeugung aufrecht, dass man anderen nicht vertrauen könne und sich selbst vor weiterem Leid schützen müsse.

Mit der Zeit wird das Gefühl von Sicherheit an die Kontrolle über das Umfeld gebunden. Der Mensch beginnt zu verlangen, dass andere nach seinen Entscheidungen handeln. In Schumans Lehre verstärken dämonische Einflüsterungen die Überzeugung, dass man erneute Verletzungen vermeiden könne, indem man andere Menschen unter seine Kontrolle bringt. Wer zuvor selbst kontrolliert wurde, beginnt, einen ähnlichen Umgang mit anderen zu wiederholen.

Isebel ist in dieser Darstellung dafür verantwortlich, den eigenen Willen durch Manipulation, Schuldgefühle, Einschüchterung und Anschuldigungen durchzusetzen. Widerspruch löst Zorn aus, und die Weigerung, sich unterzuordnen, wird als Fehlverhalten des anderen dargestellt. Gespräche können in die Länge gezogen, unterbrochen und so lange fortgesetzt werden, bis das Gegenüber erschöpft ist und nachgibt. Aussagen werden mitunter bewusst mehrdeutig formuliert, damit man ihre Bedeutung später abstreiten und Verantwortung vermeiden kann.

Ein wichtiges Merkmal ist der Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Verhalten. Nach außen bleibt der Mensch gewinnend, hilfsbereit und religiös, während er die ihm am nächsten Stehenden herabsetzt, beschuldigt oder einschüchtert. Schuman beschreibt auch das Einnehmen der Opferrolle, das Gewinnen von Mitgefühl und das Beschuldigen des anderen wegen eigener Verhaltensweisen. Wird der betroffene Mensch von Familie und Freunden isoliert, verringert sich die Möglichkeit, das Geschehen in der Beziehung offenzulegen.

Leviathan verbindet Schuman vor allem mit Stolz, einem Gefühl der Überlegenheit, Selbstrechtfertigung und falscher Demut. Ein Mensch kann demütig erscheinen und innerlich dennoch davon überzeugt bleiben, dass er es besser weiß und sich nicht ändern muss. Als Grundlage dieser Verbindung führt der Autor den Abschluss der Beschreibung Leviathans im Buch Hiob an, wo dieser als König über die Kinder des Stolzes bezeichnet wird.

Er schreibt ihm auch das Verdrehen von Kommunikation im Denken zu. Ein Mensch kann meinen, Worte gehört zu haben, die der andere nicht gesagt hat, oder abstreiten, was er selbst gesagt und getan hat. Das Gespräch gerät in Verwirrung über Tatsachen, Absichten und Verantwortung. Nach diesem Verständnis erschweren Stolz und die Verzerrung des Gesagten das Eingeständnis eigener Sünde und die Annahme von Ermahnung.

Schuman berücksichtigt sowohl offene als auch verdeckte Erscheinungsformen dieses Mechanismus. Er beschreibt unverhohlene Forderungen nach Gehorsam, aber auch Kontrolle durch scheinbare Unschuld, das Ansprechen von Mitgefühl und ein religiöses Auftreten. Ein Mensch kann um die Anerkennung der Gemeinde bemüht sein und zugleich im Umgang mit seinen Nächsten keine Frucht des Geistes zeigen. In seiner Lehre beseitigt die bloße Teilnahme am Gemeindeleben weder frühere Verletzungen noch geistliche Gebundenheit.

Zur Aufrechterhaltung der Abhängigkeit trägt auch der Kampf darum bei, wem das Umfeld Glauben schenkt. Schuman beschreibt, wie jemand seine eigene Version der Ereignisse zuerst verbreitet, sich als Geschädigten darstellt und den Partner als instabil oder gewalttätig bezeichnet. Öffentliche Freundlichkeit lässt dieses Bild glaubwürdiger erscheinen. Der verletzte Mensch bleibt dagegen niedergeschlagen, verwirrt und emotional erschöpft, was es ihm zusätzlich erschwert, die eigene Erfahrung darzustellen.

Die andere Seite einer solchen Abhängigkeit beschreibt Schuman durch das Wirken des Geistes Ahabs. Er verbindet es mit Angst vor Ablehnung, dem Vermeiden von Konfrontationen und dem Bedürfnis, es allen recht zu machen. Ein Mensch gibt nach, um den Frieden zu bewahren, übernimmt die Verantwortung für den Zorn eines anderen und macht sein Selbstwertgefühl von dessen Anerkennung abhängig. So trifft die Dominanz des einen auf die Unterordnung des anderen, und schädliches Verhalten wird weiterhin geduldet.

Nach Schuman beginnt der Weg zur Befreiung damit, das Problem im eigenen Verhalten anzuerkennen und sich wirklich ändern zu wollen. Der Mensch soll aufhören, seinen Stolz und das Verletzen anderer zu rechtfertigen. Der Autor verbindet die Vergebung gegenüber denjenigen, die frühere Wunden zugefügt haben, mit der Beseitigung der geistlichen Grundlage, die Dämonen nutzen. Dabei verweist er auf Matthäus 18,21–35.

Anschließend nennt er die Buße über Stolz und begangene Sünden sowie das Gebot an die Geister Isebels und Leviathans, im Namen Jesu Christi zu weichen. Die Heilung seelischer Wunden und die Befreiung bilden in seiner Lehre eine zusammengehörige Antwort auf einen Mechanismus, der mit erlittenem Unrecht begann und sich dann zum Kontrollieren und Verletzen anderer entwickelte.

Das Ergebnis der Veränderung verbindet Schuman mit dem Sichtbarwerden echter Frucht des Geistes: Liebe, Frieden, Geduld, Güte, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Die Veränderung soll in den alltäglichen Beziehungen erkennbar werden, besonders im Umgang mit den Nächsten. An die Stelle des Unterwerfens anderer tritt die Fähigkeit zu Nähe, friedlichem Zusammenleben und einem liebevollen Umgang mit ihnen.

Quellen

[1] Nelson Schuman, The Bible Actually Warns to Stay Away from Narcissists
https://www.restoredtofreedom.com/the-bible-actually-warns-to-stay-away-from-narcissists-2/

[2] Nelson Schuman, How to Know Who Is the Narcissist and Who Is the Empath in a Couple
https://www.restoredtofreedom.com/how-to-know-who-is-the-narcissist-and-who-is-the-empath-in-a-couple/

[3] Nelson Schuman, Signs a Person Has the Jezebel Spirit (Narcissist)
https://www.restoredtofreedom.com/signs-a-person-has-the-jezebel-spirit-narcissist/

[4] Nelson Schuman, Understanding How the Spirits of Jezebel, Ahab & Leviathan Affect People
https://www.restoredtofreedom.com/understanding-how-the-spirits-of-jezebel-ahab-leviathan-affect-people/

[5] Nelson Schuman, The Leviathan Spirit Causes Back & Neck Pain, Headaches, Insomnia, Confusion & Pride
https://www.restoredtofreedom.com/the-leviathan-spirit-causes-back-neck-pain-headaches-insomnia-confusion-pride/

Bibelstellen in der Lehre des Autors: Offenbarung 2,18–23; Hiob 41; 2. Timotheus 3,1–9; Matthäus 18,21–35.