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Die Hammonds — Seelenbindungen

Gesunde und destruktive Bindungen in Beziehungen

Beschreibung

Frank Hammond verwendet den Begriff „Seelenbindungen“ für Bindungen, die zwischen Menschen entstehen. Er schreibt, dass er und Ida Mae, bevor sie diesen Begriff verwendeten, solche unzulässigen Bindungen als „unholy alliances“ — unheilige Bündnisse — oder „perverse relationships“ — perverse Beziehungen — bezeichneten. Im Befreiungsdienst begegneten sie ihnen regelmäßig und betrachteten ihre Macht über das Leben eines Menschen als etwas, das gebrochen werden sollte.

Hammond unterscheidet klar zwischen guten und dämonischen Bindungen. Zu den von Gott eingesetzten Bindungen zählt er die Ehe, Freundschaft, die Bindung zwischen Eltern und Kindern sowie die Bindungen zwischen Christen als Gliedern des Leibes Christi. Gute Bindungen beruhen seiner Auffassung nach auf Liebe. Ehepartner werden als „ein Fleisch“ miteinander verbunden, Freundschaft kann eine tiefe Bindung zwischen Menschen schaffen, ein Kind soll durch Liebe mit seinen Eltern verbunden sein, und die Gläubigen sind im Leib Christi miteinander „zusammengefügt“.

Dämonische Bindungen beschreibt Hammond als eine Verdrehung dessen, was gut und heilig ist. Nach seinem Verständnis entstehen sie, wenn ein Mensch die von Gott gesetzten Grenzen einer Beziehung überschreitet. Er lehrt, dass eine solche unzulässige Bindung zu einem Weg werden kann, durch den unreine Geister wirken.

Einen besonderen Platz nehmen Bindungen ein, die durch Unzucht und Ehebruch entstehen. Hammond verweist auf 1 Kor 6,16: „die zwei werden ein Fleisch sein“. Seiner Auffassung nach schafft Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe eine Bindung, die nicht zu Gottes Ordnung gehört. Er schreibt außerdem, dass leidenschaftliche Formen sexueller Intimität außerhalb der Ehe unzulässige Bindungen schaffen und unreinen Geistern einen Zugang eröffnen können.

Hammond nennt auch Bindungen an schlechte Gesellschaft. Unter Bezugnahme auf 1 Kor 15,33 und Spr 22,24–25 betont er, dass ein Mensch, der eng mit schlechter Gesellschaft verbunden bleibt, in deren Wege hineingezogen werden kann. Deshalb warnt er vor Bindungen, die einen Menschen mit Personen verbinden, die ihn in Sünde und Gesetzlosigkeit führen.

Gesondert behandelt er verdrehte familiäre Bindungen. Die Bindung zwischen Eltern und Kind ist seiner Auffassung nach gut und notwendig, sie soll sich jedoch mit dem Heranwachsen des Kindes verändern. Wenn ein Elternteil einen erwachsenen Sohn oder eine erwachsene Tochter weiterhin durch Kontrolle und Besitzanspruch bindet, wird das, was zuvor gut war, verdreht. Hammond bezieht dies auf das biblische Gebot, dass ein Mensch Vater und Mutter verlässt und sich mit seinem Ehepartner verbindet.

Zu den unzulässigen Bindungen zählt er auch die Bindung an Verstorbene. Unter Bezugnahme auf die biblischen Trauerzeiten lehrt er, dass ein Zeitpunkt kommt, an dem die Trauer beendet und der verstorbene Mensch losgelassen werden soll. Eine fortdauernde Bindung an einen Verstorbenen stellt er nicht als etwas dar, das aufrechterhalten werden sollte.

Hammond beschreibt auch unzulässige Bindungen innerhalb der Gemeinde sehr deutlich. Er schreibt über Cliquen und Gruppen, die Spaltungen verursachen, warnt aber besonders vor Situationen, in denen ein Pastor oder ein anderer Leiter Menschen an sich selbst statt an Christus bindet. Seiner Auffassung nach besteht das Ziel von Leiterschaft darin, Menschen zu Christus zu führen. Wenn Loyalität stärker an einen Menschen als an Christus gebunden wird, entsteht eine unzulässige geistliche Bindung; Hammond weist darauf hin, dass sich aus solchen Mechanismen auch kultartige Strukturen entwickeln können.

Eine eigene Kategorie bilden Bindungen, die durch Okkultismus und Götzendienst entstehen. Hammond bezeichnet die Teilnahme an okkulten Praktiken als geistlichen Ehebruch. Er lehrt, dass ein Mensch, der durch Wahrsagerei, Astrologie, Mediumismus, Ouija, Hypnose oder andere okkulte Praktiken nach verbotenem Wissen, Führung oder Macht sucht, sich mit der Quelle „verbindet“, aus der er schöpft. Dabei verweist er unter anderem auf Ps 106,28, Hos 4,17 und 1 Kor 10,14–22.

Nach Hammond kann durch eine unzulässige Bindung ein geistlicher Wirkungskanal entstehen. Er lehrt, dass eine fleischliche Bindung zu einer dämonischen Bindung werden und das Wirken ähnlicher Geister zwischen den verbundenen Personen ermöglichen kann, wenn Gottes Grenzen für Beziehungen überschritten werden.

Beim Brechen dämonischer Bindungen beginnt Hammond mit Buße vor Gott. Der Mensch soll Gott um Vergebung für jede erkannte unzulässige Bindung bitten, bekennen, dass Satan aus dieser Bindung heraus kein Recht mehr an ihm hat, und anschließend ihre Zerstörung im Namen Jesu Christi erklären.

Hammond betont, dass dies konkret geschehen soll. Bei Bindungen, die durch sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe entstanden sind, empfiehlt er, jede Person namentlich zu nennen und die Bindung an sie ausdrücklich zu widerrufen. Er fordert außerdem dazu auf, unzulässige familiäre Bindungen, Bindungen an Leiter oder andere Personen in der Gemeinde sowie Bindungen aus okkulten Kontakten zu erkennen. Danach weist er an, im Namen Jesu allen Dämonen, die mit diesen verdrehten Bindungen verbunden sind, zu befehlen zu gehen.

Im Lehren Hammonds besteht das Ziel daher nicht lediglich darin, eine Bindung zu benennen, sondern sie dort tatsächlich zu brechen, wo sie auf Sünde, Begierde, Götzendienst oder einer anderen Übertretung von Gottes Ordnung aufgebaut wurde.

Quellen

Frank Hammond — Soul Ties, Impact Christian Books, 1988; überarbeitete Ausgaben 1995 und 2011

Frank Hammond — Soul Ties: Righteous Soul Ties & Demonically-Inspired Soul Ties, Expanded Edition

Bibel: Gen 2,24; 1 Sam 18,1; Spr 22,24–25; Ps 106,28; Hos 4,17; 1 Kor 6,16–17; 1 Kor 10,14–22; 1 Kor 12,24–25; 1 Kor 15,33; Eph 4,16; Eph 5,31