Freude im Glauben
A.B. Simpson
„Haltet es für lauter Freude“ — Jakobus 1,2.
Wir fühlen uns nicht immer froh, doch wir sollen alles für einen Grund zur Freude halten. Das Wort „rechnen“ gehört zu den Schlüsselwörtern der Schrift. Dasselbe Wort wird gebraucht, wenn es darum geht, uns für tot zu halten. Wir fühlen uns nicht tot. Wir sind uns schmerzlich bewusst, dass da etwas ist, das gern wieder lebendig werden würde. Doch wir sollen uns als tot betrachten und die alte Natur weder fürchten noch ihr gehorchen.
Ebenso sollen wir das, was uns begegnet, als Segen ansehen. Wir entschließen uns, uns zu freuen und zu sagen: „Mein Herz ist fest, o Gott; ich will singen und dich preisen.“ Diese Freude im Glauben wird bald zur Gewohnheit werden. Sie wird immer wieder rasch einen Geist der Fröhlichkeit und ein von selbst überströmendes Lob hervorbringen.
Dann gilt: „Auch wenn der Feigenbaum verdorrt und an den Weinstöcken keine Frucht erscheint, die Olivenernte ausbleibt und die Felder nichts hervorbringen, die Herde aus dem Stall verschwindet und das Vieh von der Weide — dennoch wollen wir uns im HERRN freuen und jubeln über den Gott unseres Heils.“
Friede, vollkommener Friede, auch wenn Sorgen uns umgeben:
An Jesu Brust finden wir nichts als Ruhe.
Friede, vollkommener Friede, auch wenn unsere Zukunft unbekannt ist:
Jesus kennen wir, und er sitzt auf dem Thron.