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Schlage Wurzeln in Christus

A.B. Simpson

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ — Johannes 15,5.

„Wie kann ich Christus als den annehmen, der mich heiligt oder heilt?“ Diese Frage wird uns immer wieder gestellt. Zuerst müssen wir eine Haltung des Glaubens einnehmen. Das geschieht durch einen bestimmten, freiwilligen Entschluss. Danach muss diese Haltung als beständige Gewohnheit erhalten bleiben.

Es ist genauso wie beim Pflanzen eines Baumes. Du musst ihn durch eine konkrete Handlung in die Erde setzen. Dann musst du ihn dort stehen lassen, fest im Boden, bis die kleinen Wurzeln Zeit haben, sich zu verankern und Nahrung aus der Erde aufzunehmen. Es gibt zwei Schritte: das eigentliche Einpflanzen und dann die gewohnheitsmäßige Aufnahme von Feuchtigkeit und Nahrung aus dem Boden. Die Wurzelfasern müssen ungestört bleiben, bis sie ihre schwammartigen Poren ausstrecken und die Nahrung der Erde aufnehmen. Hat sich diese Gewohnheit gefestigt, bezieht die Pflanze nach einem beständigen Gesetz ihr Leben mühelos aus dem Boden. Zu wachsen ist dann für sie so natürlich wie für uns das Atmen.

Herr, hilf mir heute, in dir zu bleiben und mich daran zu gewöhnen, mein ganzes Leben aus deinem Leben zu schöpfen, sodass auch für mich gilt: „In ihm lebe ich, bewege ich mich und bin ich.“