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Kein echtes Gebet geht verloren

A.B. Simpson

„Deine Gebete sind vor Gott zum Gedächtnis aufgestiegen“ — Apostelgeschichte 10,4.

Wie schön sagte der Engel zu Kornelius: „Deine Gebete sind zum Gedächtnis aufgestiegen.“ Es scheint beinahe, als hätten sich die Bitten vieler Jahre vor dem Thron gesammelt, bis die Antwort schließlich als Segen auf Kornelius herabkam. So fällt das Wasser, das monatelang verdunstet ist, am Ende in Regengüssen auf den ausgedörrten Boden.

So wird Gott als der dargestellt, der die Gebete Seiner Heiligen in Schalen sammelt. Sie werden als lieblicher Weihrauch beschrieben. Wie duftende Blumen liegen sie in den Gemächern des Königs und bleiben vor Ihm in liebevoller Erinnerung. Später werden sie als über die Erde ausgegossen dargestellt. Und siehe: Es ertönen Stimmen und Donner, und große Bewegungen der Vorsehung erfüllen Gottes Absichten für Sein Reich.

Wir werden als solche bezeichnet, die den Herrn erinnern. Uns wird geboten, Ihm weder bei Tag noch bei Nacht Ruhe zu lassen, sondern den Himmel mit unseren Bitten zu füllen. Zur rechten Zeit wird die Antwort mit ihrem angesammelten Segen kommen.

Kein Atemzug echten Gebets geht verloren. Je länger er wartet, desto größer wird er.