Bleib in Seiner Ruhe
A.B. Simpson
„Ruhe im Herrn“ — Psalm 37,7.
In der alten Schöpfung begann die Woche mit Arbeit und endete mit der Sabbatruhe. Die Woche der Auferstehung beginnt mit dem ersten Tag: zuerst Ruhe, dann Arbeit.
So müssen auch wir zuerst von unseren eigenen Werken ruhen, wie Gott von Seinen, und in Seine Ruhe eingehen. Dann werden wir mit ausgeruhtem Herzen Seine Werke wirksam und kraftvoll tun.
Warum sollen wir uns aber „bemühen, in die Ruhe einzugehen“? Sieh auf das Schiff: Wie ruhig gleitet es über das Wasser, die Segel vom starken Wind gefüllt, ohne eigene Anstrengung getragen! Doch schau auf den Mann am Steuer. Wie fest er das Ruder hält, dem Winddruck standhält und das Schiff auf Kurs hält! Lässt er auch nur einen Augenblick seinen festen Griff locker, treibt das Schiff kraftlos im Wind. Die Segel schlagen, die Wellen werfen es nach Belieben hin und her, und alle Ruhe und Kraft sind dahin. Das fest gehaltene Ruder macht die stabilisierende Kraft des Windes nutzbar.
So hat Er gesagt: „In vollkommenem Frieden bewahrst Du den, dessen Gedanken auf Dich gerichtet bleiben, weil er Dir vertraut.“ Der feste Wille und das auf Ihn gegründete Herz sind unsere Sache. Das Bewahren ist Sache des Herrn. Bemühen wir uns also, in Seine Ruhe einzugehen und darin zu bleiben.