Bibliothek

Ich bin es, fürchte dich nicht

A.B. Simpson

„Ich bin es, fürchtet euch nicht“ — Markus 6,50.

Jemand erzählt von einem kleinen Kind, das mit einem großen Kummer in seinem kleinen Herzen in die Arme seiner Mutter läuft, um Trost zu finden. Es möchte ihr von seinem Kummer erzählen. Doch als die Mutter es an sich drückt und mit Liebe umgibt, ist das Kind so sehr von ihr und ihrer liebevollen Zuwendung eingenommen, dass es vergisst zu erzählen, was geschehen ist. Bald darauf ist selbst die Erinnerung an den Kummer verschwunden. Ihre Liebe hat ihn vertrieben, und die Mutter hat seinen Platz im Herzen des Kindes eingenommen.

So tröstet Gott selbst uns. „Ich bin es, fürchtet euch nicht“ — das ist Sein Zuspruch. Die Umstände ändern sich nicht. Doch Er selbst nimmt ihren Platz in unserem Herzen ein und stillt jede Not unseres ganzen Wesens. In Seiner wohltuenden Gegenwart vergessen wir alles, wenn Er uns alles in allem wird.

Ich atme meinen Kummer aus,
geborgen an Deinem gütigen, liebenden Herzen.
Ich atme Deine Freude und Deinen Trost ein,
ich atme Deinen Frieden und Deine Ruhe ein.

Ich atme meine Sehnsucht aus
und vertraue sie Dir an, der Du zuhörst und liebst.
Ich atme Deine Antwort ein,
die jeden Zweifel und jede Angst zur Ruhe bringt.