Baal
Götzendienst und ein geteiltes Herz
Beschreibung
Baal erscheint im Alten Testament als falscher Gott, der von den Völkern um Israel herum verehrt wurde. Unter der Herrschaft Ahabs und Isebels wurde sein Kult offen in Israel eingeführt. Ahab baute Baal in Samaria einen Tempel und einen Altar, während Isebel seine Propheten unterstützte und die Propheten des HERRN verfolgte.
Derek Prince stellt Baal bei der Betrachtung dieser Geschichte als eine geistliche Alternative zu der Anbetung dar, die dem wahren Gott gebührt. In seiner Lehre bezeichnet er Baal außerdem als ein böses, dämonisches Wesen, das hinter dem falschen Kult steht. Das Problem beschränkt sich daher nicht auf eine Religion der Antike. Im Zentrum steht die Frage, wem ein Mensch seine Anbetung, sein Vertrauen und seine geistliche Loyalität gibt.
Am deutlichsten zeigt sich dies auf dem Berg Karmel. Elia steht vor einem Volk, das den Gott Israels kennt und zugleich den Baalskult duldet. Er lässt nicht zu, dass es zwischen beidem stehenbleibt. Er ruft zu einer Entscheidung auf: Ist der HERR Gott, soll man ihm folgen; ist es Baal, soll man Baal folgen. Der geistliche Kern dieser Konfrontation ist ein geteiltes Herz, das Gott behalten und sich zugleich den Zugang zu einer anderen Quelle von Macht offenhalten will.
Ein solcher Kompromiss kann unterschiedliche Formen annehmen. Ein Mensch kann den Glauben an Gott bekennen und gleichzeitig bewusst an Ritualen anderer Gottheiten teilnehmen, geistliche Eide ablegen, okkulte Praktiken ausüben oder Schutz, Führung beziehungsweise Macht außerhalb Gottes suchen. Dann geht es nicht mehr nur um Neugier, sondern um eine tatsächliche Hinwendung zu einer anderen geistlichen Quelle.
Derek Prince lehrt darüber hinaus, dass Götzendienst einen Menschen für dämonisches Wirken öffnet, weil hinter der Hinwendung zu falschen Göttern eine geistliche Realität steht. Deshalb endet die Abkehr von einer solchen Bindung nicht mit einer Änderung der Überzeugungen. Nötig sind Buße, die Absage an die Teilnahme an falschem Kult und das Brechen der geistlichen Zustimmung zu dem, was zuvor verehrt wurde.
Wenn mit einer solchen Beteiligung Eide, Weihen, Rituale oder Gegenstände verbunden waren, die im Kult oder in okkulten Praktiken verwendet wurden, weist Prince auf die Notwendigkeit hin, auch damit entschieden zu brechen. Der Mensch wendet sich von der früheren Quelle geistlicher Macht ab und bekennt erneut seine ausschließliche Zugehörigkeit zu Jesus Christus.
Freiheit führt damit in die entgegengesetzte Richtung wie Kompromiss: von einem geteilten Herzen zu einer eindeutigen Entscheidung für Gott. Wo durch Götzendienst eine geistliche Bindung entstanden ist, kann man ihr absagen und ihrem Einfluss im Namen Jesu Christi widerstehen.
„Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Ist der HERR Gott, so folgt ihm; ist es aber Baal, so folgt ihm.“
1. Könige 18,21
Quellen
1. Könige 16,29–33; 1. Könige 18 — Einführung des Baalskults unter Ahab und Isebel sowie Elias Konfrontation mit den Propheten Baals.
Derek Prince — „True and False Church“ — Baal, Ahab, Isebel und die Einführung des Baalskults in Israel.
Derek Prince — „How to Expel the Enemy“ / „Demonic Entry“ — Götzendienst, falsche Götter und geistliche Öffnungen, die mit ihrer Verehrung verbunden sind.
Derek Prince — „How To Be Delivered“ / „The Process of Release“ — Buße, Absage an Kontakte mit dem Okkulten sowie das Entfernen von Gegenständen, die mit einer solchen Beteiligung verbunden sind.